Reisebericht Australien 1996

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Mission Beach & Great Barrier Reef

Der folgende Reisebericht enthält Auszüge aus dem Tagebuch von Nadine & Christoph Maggi.

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Unser nächstes Ziel hiess Coconut Village am Mission Beach. Etwa um 17 Uhr 30 waren wir dort. Draussen auf einer Tafel stand, dass es keinen Platz mehr habe für Camper. Trotzdem gingen wir zum Office. Wir hatten Glück, denn es war gerade jemand abgereist. Wir buchten für 5 Nächte. Nun ging es ans Einrichten unseres neuen Heims. Wir richteten Koch -und Essutensilien ein, räumten unsere Rucksäcke aus und verstauten unsere Sachen in die Schränke. Danach gingen wir an den Strand und schauten uns ein wenig um. Es gefiel uns sehr gut. Von einer Telefonzelle direkt am Strand telefonierten wir über das Holidayphone der Telecom nach Hause zu Lisi.

24. Tag, Dienstag den 23. Juli
Nach dem obligaten Müesli-Frühstück wuschen wir unsere Wäsche. Wir benutzten die vorhandenen Waschmaschinen und unser neues Waschpulver. Diesmal war die Wäsche sauber und wir hängten sie zum Trocknen in die Sonne. Danach gingen wir ins Office und buchten eine Fahrt mit dem Wassertaxi zur Dunk Island für morgen und eine Tour zum Great Barrier Reef für übermorgen.
Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand mit Relaxen, Baden, Lesen, Spazieren und Beachball spielen.
Während Nadine am Abend etwas Leckeres kochte ( Schweinskotelett mit Reis und Salat ), spielte Christoph am Strand Golf.

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25. Tag, Mittwoch den 24. Juli
Um 9 Uhr brachte das Wassertaxi uns und noch ein paar andere Passagiere zur Dunk Island. Die Überfahrt mit dem Motorboot dauerte etwa 10 Minuten. Auf der Insel angekommen, beschlossen wir zuerst den Inselrundgang von 9.5 km zu machen. Zuerst passierten wir das Dunk Island Resort und kamen dann in den Urwald. Wir überquerten eine Hängebrücke und gingen bergauf unserem ersten Ziel, dem Kootaloo-Lookout (240 m.ü.M.), entgegen. Von dort hatte man eine tolle Aussicht aufs Meer. Wir gingen weiter durch den dichten Primärwald und staunten immer wieder über die verschiedenen kuriosen Bäume, Pflanzen und Wurzeln. Immer wieder sahen oder hörten wir schwarze Hühner, welche auf dem Boden herumscharrten.
Gegen Mittag erreichten wir dann die Coconut Bay wo wir zu Mittag assen. Danach wanderten wir weiter und machten am Pallon Beach den nächsten Halt. Zum Baden war es wegen den Steinen nicht gerade ideal und deshalb gingen wir weiter zur Brammo Bay ,womit wir auch gleich den Inselrundgang beendet hatten.
Die Bay hatte einen schönen Sandstrand und wir fanden ein gemütliches, einsames Plätzchen unter einer Palme. Dort ruhten wir uns aus, badeten, lasen, lösten Rätsel im Rätselheft und lagen in der Sonne. Bald einmal war es 16 Uhr 30 und wir packten unsere Sachen zusammen, denn um 17 Uhr würde uns das Wassertaxi wieder abholen. Etwa um 17 Uhr 15 brachte uns das Taxi zurück an die Mission Beach.

26. Tag, Donnerstag den 25. Juli
Um 7 Uhr 45 waren wir bereit und warteten auf den Bus beim Eingang des Campingplatzes. Dieser holte uns hier ab und fuhr uns zur "Jetty" (Schiffanlege -und Ablegestelle) an der North Mission Bay. Mit uns kamen noch drei ältere Ehepaare. Bei der "Jetty" angekommen, tauschten wir unsere Billette in Boardingpässe ein und konnten somit auf das Schiff namens "Friendship-Cruise". Wir nahmen zuvorderst an Deck Platz, da man hier die beste Aussicht hatte.
Um 8 Uhr 30 legte das Schiff vollbesetzt ab. Das Meer war sehr ruhig, was auf eine angenehme Fahrt hindeutete. Nach etwa einer Stunde erklärte uns eine Tauchlehrerin das Tauchen und das Schnorcheln.
Da es Nadine durch die Schaukelei übel wurde, nahm sie in der Mitte des gedeckten Teil des Schiffes Platz. Christoph blieb vorne beim Bug sitzen, da es ihm dort gefiel.
Nun konnten wir Taucherbrillen mit Schnorchel und Flossen fassen. Nadine brachte ihre Flossen nach vorn zu Christoph und musste jedoch gleich wieder nach hinten, da die Übelkeit anstieg. Schliesslich meldete sie es der Tauchlehrerin, welche Mitglied der fünfköpfigen Crew war. Sie brachte Nadine eine Tüte und führte sie in den hinteren Teil des Schiffes. Sie sagte ihr, sie solle den Horizont beobachten damit die Übelkeit nicht noch stärker werde.
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Nach 1.5 Stunden krampfhaften Fixieren des Horizonts kamen wir endlich bei unserem Ziel an. Es war eine Sandbank mitten im Meer, umgeben vom Great Barrier Reef.
Mit einem Glasbodenboot fuhren wir zur Sandbank und konnten so schon etwas von der Unterwasserwelt erblicken. Auf der Sandbank machten wir es uns gemütlich. Nadine ging es sofort besser, da sie nun wieder festen Boden unter den Füssen hatte. Zum Glück war der Himmel bewölkt, denn sonst hätten wir uns bestimmt verbrannt.
Nun ging es ans Schnorcheln. Wir hatten uns auf dem Schiff eine Unterwasserkamera (Einmalkamera mit Film) gekauft, mit der man 27 Fotos machen konnte. Die Unterwasserwelt war so beeindruckend, dass man überall etwas entdeckte, das lohnenswert zum Fotographieren wäre. Nebst vielen Korallen, wie Spaghettikorallen und blauleuchtende Korallen, sah man auch blaue Seesterne, riesige Muscheln und unzählige farbige Fische.
Nach vier Stunden Vergnügen holte uns das Glasbodenboot wieder ab und brachte uns zurück zum Schiff. Nadine nahm sofort im hinteren Teil Platz, da sie grosse Angst hatte wieder seekrank zu werden, was aber nicht passierte.

27. Tag, Freitag den 26. Juli
Um 8 Uhr morgens füllte Nadine eine Maschine mit Wäsche. Wir assen unser Müesli und machten uns danach auf den Weg nach North Mission Bay. Dort kauften wir im Supermarkt das Nötigste ein. Als wir alles im Wagen verstaut hatten, entdeckten wir ein interessantes Schild. Darauf stand, dass man hier Fotos für A$ 9.95 entwickeln kann. Wir fragten uns, wie das wohl gemeint war. Die Frau im Laden erklärte uns, dass der Film, egal wie viele Fotos er enthalte, nach vier Stunden entwickelt sei und das für A$ 9.95. Wir entschlossen uns den Unterwasserfilm hier entwickeln zu lassen.
Nun fuhren wir zurück zu unserem Campingplatz und verbrachten dort einige gemütliche Stunden am Strand. Um etwa 14 Uhr 30 fuhren wir wieder in das kleine Städtchen um die Fotos abzuholen. Sie waren überraschenderweise recht gut gelungen, was die Schärfe und Farben der Bilder betraf. Leider waren die Fotos glänzend und nicht matt.
Christoph hatte herausgefunden, dass es in der Nähe von Tully einen Golfplatz gab, bei dem man für A$ 10 auf dem Course spielen und für A$ 8 eine Ausrüstung mieten konnte. Wir fuhren hin, hatten aber etliche Mühe den Platz zu finden, da der Weg dorthin nicht deutlich gekennzeichnet war. Um 16 Uhr standen wir dann auf dem ersten "Tee" und Christoph versuchte sich das erste Mal auf einem Golfcourse (9 hole). Er hatte nebst einer Mietausrüstung noch fünf Bälle und Tees gekauft. Zu Beginn notierte er noch seine Anzahl Schläge pro Loch, doch hatte er zunehmend mehr Mühe beim Schlagen, denn die "Clubs" waren miserabel. Er machte viele Fehlschläge, so dass die Gesamtschlagzahl sehr hoch wurde und er seine "Score-Karte" nicht mehr führte.
Nadine versuchte zeitweise auch ihr Glück und hatte es sogar. Bei Loch 2 (Par 3) lochte sie bereits mit dem vierten Schlag ein und erzielte so einen "Bogey". Wir spielten etwa 2 Stunden bis es langsam eindunkelte.
Bei der Suche nach dem Golfplatz hatten wir gesehen, dass in Tully ein Rummelplatz aufgestellt war. Wir dachten, dass wir dort sicher etwas zu Essen bekämen und fuhren hin. Wir mussten einen Eintrittspreis von A$ 5 pro Person bezahlen und befanden uns schliesslich auf einem grossen Festplatz. In einer Halle waren verschiedene Sachen ausgestellt, wie Nominationen für das beste Gebäck, das beste Gemälde, die schönste Blume, die besten Früchte und von den Schulklassen des Bezirks eine gestaltete Wand. Nebst unzähligen Imbissbuden, Glücksspielen und verschiedenen Bahnen, gab es auch einen Pferdespringplatz, eine Livemusik und ausgestellte Autos sowie Landwirtschaftsmaschinen. Wir kauften uns etwas zu Trinken und je eine Wurst, die überbacken war und in Ketchup getunkt wurde.
Danach gingen wir auf die Geisterbahn. Wie bei uns waren die Bahnen sehr teuer, diese kostete A$ 4 pro Person. Sie hatte aber ihre Wirkung, denn Nadine wurde zweimal von jemandem im Dunkeln attackiert, was sie nach dem ersten Schock jedoch gut überwand. Danach sahen wir noch einen 3D-Film in einer Rakete, der aber nicht sehr eindrücklich war und trotzdem A$ 3 gekostet hatte.

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