Reisebericht Australien (Magnetic Island)

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Australien 1996 (Magnetic Island)

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Der folgende Reisebericht enthält Auszüge aus dem Tagebuch von Nadine & Christoph Maggi.


28. Tag, Samstag den 27. Juli
Schweren Herzens verliessen wir heute Missionbay in Richtung Townsville. Hier wollten wir die Fähre nehmen und zur Magnetic Island fahren. Am Vortag hatte Christoph telefonisch auf dem Campingplatz von Magnetic-Island für zwei Nächte reserviert.
Auf der Fahrt nach Townsville erreichten wir die Grenze der Quarantänezone, welche wegen der Epidemie der Papayafruitfly im Gebiet von Queensland errichtet worden war. Die Polizei hatte eine Strassensperre eingerichtet und kontrollierte jedes Fahrzeug. Es war nämlich strengstens verboten jede Art von Gemüse und Früchten aus der Quarantänezone auszuführen. Die Papayafruitfly ist ein ernstes Problem, denn bei diesem Schädling handelt es sich um ein Insekt, welches gewisse Früchte und Gemüse zerstört und sich extrem schnell verbreitet.
Als wir in Townsville angekommen waren, suchten wir zuerst die Anlegestelle der Fähre. Wir hatten keinen Stadtplan und dadurch etliche Mühe uns zurecht zu finden. Als an einem Gebäude "Ferry" angeschrieben war, parkierten wir das Auto um uns dort zu erkundigen. Ein Herr auf der Strasse kam uns entgegen und fragte, ob er uns helfen könne. Er erklärte uns dann, wo wir Billette für die Fähre bekämen.
In dem besagten Gebäude befand sich aber leider nur der Verkauf für die Personen-Fähre. Wir erhielten dort aber einen Stadtplan, auf welchem wir sahen, wo die andere Fähre stationiert war. Voller Hoffnung nun endlich am Ziel zu sein, parkierten wir unseren Camper und gingen an den Schalter. Die Frau dort erklärte uns, es sei heute kein Platz mehr auf der Fähre. Auf die Frage, wieviel es kosten würde, antwortete sie : A$ 93 für die Hin -und Rückfahrt. Wir erschraken wegen dem hohen Preis, denn wir hatten mit viel weniger gerechnet (A$ 20). Diesen Preis hatte uns der Mann vom Campingplatz auf Magnetic Island genannt. Aufgrund des hohen Preises beschlossen wir unseren Camper bei einem Campingplatz zu lassen und die Personenfähre (A$ 19) zu benutzen.
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Wir fuhren also wieder zu dessen Verkaufsstelle zurück und kauften uns zwei Billette, die 30 Tage Gültigkeit hatten.
Nun suchten wir uns einen Caravanpark und fanden gerade in der Nähe den Rowes Bay Campingplatz. Wir reservierten für zwei Nächte. Mittlerweile war es schon 15 Uhr und wir hatten noch nichts gegessen. Das holten wir nun nach. Danach stöberten wir bei den Angebotsblättern an der Rezeption und Christoph entdeckte, dass man auf Magnetic Island einen Moke, ein offenes, kleines Auto mieten konnte. Er war sofort vom Gedanken ein solches Auto zu mieten fasziniert. Wir reservierten also einen Moke für zwei Tage und zugleich noch eine Übernachtung in einem Bed & Breakfast.

29. Tag, Sonntag den 28. Juli
Um 9 Uhr fuhren wir mit dem Shuttle-Bus zum Fähren-Terminal. Pünktlich legte die Fähre ab und wir setzten uns in die hinterste Sitzreihe, da Nadine Angst hatte, sie würde seekrank werden. Im Innern der Fähre sah es fast aus wie in einem Flugzeug, nur breiter. Die Überfahrt dauerte 25 Minuten und Nadine überstand diese ohne seekrank zu werden. Die Fähre legte bei der Picknick-Bay an und wir gingen danach zu Moke-Magnetic um unseren Moke zu übernehmen, welcher uns A$ 56 für 48 Stunden + A$ 0.30 pro km kostete. Mit diesem kleinen, niederen Auto, das links und rechts offen war und keine Türen hatte, fuhren wir zu "Marshalls" Bed & Breakfast. Dort wurden wir von Stella und Paul überaus freundlich empfangen. Stella zeigte uns unser Zimmer und die restlichen Räumlichkeiten. Es war bereits Mittag und wir fuhren zu einem kleinen Restaurant an der Alma Bay um etwas zu essen. Nach dem Essen fuhren wir zur Florence Bay um zu baden und zu schnorcheln. Als wir dort angekommen waren, bemerkte Nadine, dass sie ihre Kontaktlinsen vergessen hatte. So konnte also nur Christoph schnorcheln. Doch allzuviel zu sehen gab es nicht. Wir relaxten und spielten noch ein wenig "Hacki-Sack" am Strand. Etwa um 15 Uhr brachen wir auf, denn wir wollten die Wanderung "The Forts" machen.

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Am späten Nachmittag sollen dort die Koalas gut zu beobachten sein. Sie schlafen 16 bis 20 Stunden pro Tag und verbringen die restliche Zeit mit Fressen und Spielen. Wir hatten Glück und konnten drei Koalas und eine Koalamutter mit einem Jungen beobachten. Von diesen vier entdeckten Nadine und Christoph je eines. Die anderen zwei wurden von anderen Leuten entdeckt. Man musste die Eukalyptusbäume schon sehr genau absuchen, denn es war schwierig so einen grauen "Pelz-Knäuel" zu entdecken. Bei dem Koala, den Nadine entdeckt hatte, warteten wir ein wenig. Nach etwa fünf Minuten wachte er dann auf, begann sich zu bewegen und fing dann an Eukalyptusblätter zu fressen. So konnten wir das Gesicht des kleinen, putzigen Kerls von ganz nahe sehen, denn wenn sie schlafen, sind sie zusammengerollt. Etwa um 17 Uhr 30 fuhren wir noch zum Bremmer Point an der Geoffrey Bay. Dort waren am Abend Wallabis zu sehen, welche von den Leuten mit Früchten und Körnern gefüttert wurden. Es waren vielleicht etwa 15 Wallabis dort. Einige hoppelten auf den Felsen herum, andere waren am Fressen. Man konnte bis auf einen halben Meter an sie heran gehen ohne dass sie flüchteten.
au57_1 Plötzlich kam ein Possum aus einer Felsspalte hervor und versuchte auch etwas von den Früchten und Körnern zu ergattern. Doch hatte es Mühe gegen die stärkeren Wallabis anzukommen und wurde immer wieder verdrängt. Nadine legte eine Tomatenscheibe in die Nähe des Possums, welches diese sofort schnappte und in einer Felsspalte verschwand.
Wir fuhren zurück zu Stella und Paul, nahmen eine warme Dusche und machten uns fertig für das Abendessen. Wir wollten in ein Restaurant gehen und fragten deshalb, welches sie uns empfehlen können. Stella sagte, dass das italienische Restaurant Alla Capri gut sei.
Wir gingen also dort hin und hatten Glück, dass wir noch einen Tisch bekamen. Zur Vorspeise nahmen wir eine Suppe, die sehr gut schmeckte und zur Hauptspeise bestellte Nadine Spaghetti marinara und Christoph wählte Tortellini bolognese. Zum Trinken bestellten wir den Hauswein. Das Essen war sehr gut, doch weder Nadine noch Christoph vermochten den vollen Teller leer zu essen. Paul hatte uns noch gewarnt nur einen Gang zu nehmen und die Vorspeise wegzulassen. Zurück bei Stella und Paul schauten wir ein wenig fern und diskutierten noch mit den beiden. Sie gaben uns Tips für unsere Weiterreise und zeigten uns verschiedene Urlaubsfotos, auch solche von der Schweiz.

30. Tag, Montag den 29. Juli
Um 7 Uhr 30 frühstückten wir im kleinen Innenhof. Es gab verschiedene Müesli, Toastbrot, hausgemachte Marmelade, Orangensaft, Tee und Kaffee. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen. Weil wir noch eine kleine Morgenwanderung machen wollten, fragten wir, ob wir unser Gepäck noch hier lassen könnten. Unmittelbar hinter dem Haus gab es einen Wanderweg, der in den Eukalyptuswald hinaufführte. Paul sagte uns noch, dass wir nach Koalas Ausschau halten sollen. Christoph war heute Morgen wohl etwas früher wach als sonst, denn er erspähte im ganzen drei Koalas.

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au59_1 Zwei von ihnen waren im gleichen Baum. Sie waren wahrscheinlich kurz vor dem Einschlafen, denn sie bewegten sich kaum, doch konnten wir ihre Gesichter sehen. Auf dem höchsten Punkt der Wanderung hatte man eine schöne Aussicht aufs Meer. Wir gingen wieder zurück zu Stella und Paul, nahmen einen Rucksack und fuhren mit unserem Moke Richtung Balding Bay. Wir genossen die Fahrt mit dem roten Moke. Er war übrigens eine Sie und hiess Wendy. Bei der Horseshoe Bay parkierten wir Wendy, denn die Balding Bay war nur zu Fuss in etwa 30 Minuten erreichbar.
Etwa um 11 Uhr waren wir bei der schönen, kleinen Bucht und suchten uns ein gemütliches Plätzchen. Es hatte um diese Zeit noch kaum Leute. Bis 14 Uhr blieben wir dort und genossen den Strand und die Sonne. Als wir uns auf den Rückweg machten, waren mittlerweile schon viele Leute zu der Bucht gekommen.
Um 15 Uhr verabschiedeten wir uns von Stella und Paul und brachten unseren Moke zurück. Um 16 Uhr 20 ging dann die Fähre zurück nach Townsville. Bis um 17 Uhr 30 mussten wir auf den Bus warten, der uns zurück zum Campingplatz brachte.

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