Reisebericht Australien (Fraser Island & Brisbane)

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Australien 1996 (Fraser Island & Brisbane)

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Der folgende Reisebericht enthält Auszüge aus dem Tagebuch von Nadine & Christoph Maggi.


35. Tag, Samstag den 3. August
Bereits um 5 Uhr ging der Wecker, denn wir wollten heute früh los. Um 7 Uhr fuhren wir ab. Etwa um 9 Uhr waren wir in Bundaberg, wo wir noch etwas einkauften und auftankten. Kurz vor 11 Uhr erreichten wir den ersten Vorort von Hervey Bay. Wir fuhren weiter bis zum Meer und suchten uns einen Campingplatz.
Im Harbour View-Caravanpark fanden wir gleich auf Anhieb einen Campingplatz, der uns zusagte. Dort konnten wir auch gleich den Trip auf Fraser Island buchen. Die Leute vom Tourist-Info reservierten für uns ein Hotelzimmer, den Mietwagen und verkauften uns Tickets für die Fähre. Für die Reservierung des Hotelzimmers und des Autos mussten wir eine kleine Anzahlung leisten. Auf dem Campingplatz buchten wir für drei Nächte, denn wir wollten unseren Hi-Top hier lassen. Am Mittag war alles geregelt und organisiert.
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Wir assen etwas und fuhren dann der Küste entlang zu verschiedenen Shopping-Zentren. Wir sahen uns in einigen Geschäften um und machten einen kleinen Spaziergang am Strand. Dort konnten wir noch einige Pelikane aus der Nähe betrachten. Danach fuhren wir zu einem Einkaufszentrum. Nadine hatte vor wenigen Tagen den Wunsch geäussert ihre Haare zu schneiden, denn sie wollte eine andere Frisur haben. Im Einkaufszentrum gab es einen Coiffeur-Salon, der einen sympatischen Eindruck auf uns machte. Vor allem gab es da noch ein Buch mit verschiedenen Frisuren. Nadine hatte sich bereits eine ausgesucht und fragte um welche Zeit es heute noch möglich wäre und wie teuer es käme. Kurz darauf sass sie bereits auf einem Stuhl und liess sich die Haare waschen. Nach etwa einer halben Stunde hatte Nadine eine neue Frisur für nur A$ 30.
Wir mussten noch zur Autovermietung um die Formalitäten zu erledigen. Dort schauten wir einen kurzen Videofilm an, der das Verhalten mit dem Auto auf Fraser Island erklärte. Der Autovermieter sagte uns auf was wir achten müssen und gab uns Tips für unsere Route.

36. Tag, Sonntag den 4. August
Um etwa 7 Uhr 15 fuhren wir zur Autovermietung "Bay 4WD Centre" um unser Auto (Suzuki Sierra) für die nächsten zwei Tage abzuholen. Das Auto war schon bereit und wir fuhren mit beiden Autos zurück zum Campingplatz. Wir verstauten unsere beiden kleinen Rucksäcke im Suzuki und fuhren los nach River Heads, wo um 9 Uhr die Fähre nach Fraser Island ablegen würde.
Unterwegs mussten wir noch eine Fahrbewilligung für die Insel kaufen (15 A$). Pünktlich legte die Fähre ab und etwa 30 Minuten später waren wir bereits auf Fraser Island. Kurz vor dem Anlegen konnten wir noch zwei springende Delphine sehen.

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Wir fuhren auf der Sandstrasse Richtung Zentrum. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 20 km/h kamen wir nur langsam voran. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit betrug 35 km/h doch die holprigen Sandstrassen liessen dieses Tempo nur sehr selten zu. Bei der Central Station parkierten wir und machten eine Wanderung zum Basin Lake durch den Regenwald. Danach fuhren wir weiter zum Lake Mc Kenzie. Als wir beim See ankamen, hatten wir das Gefühl wir wären an der Karibik. Das Wasser war türkisblau und der Strand war weiss. Wir legten uns an den "Süsswasserstrand" in die Sonne und assen etwas zu Mittag. Das Wasser war zwar recht kalt, doch Christoph ging trotzdem hinein. Etwa um 15 Uhr fuhren wir dann weiter zum Lake Wabby. Für die 11 km benötigten wir fast eine Stunde. Die Holperfahrt hatte sich auf jeden Fall gelohnt, denn es war grossartig.
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Es war nicht der See, der uns beeindruckte, sondern die kleine Wüste mit ihren Sanddünen. Wir hatten noch das Glück den ganzen Ort für uns alleine zu haben, denn gerade als wir ankamen, verliessen alle anderen Leute das Gebiet. Christoph ging nur kurz ins Wasser und danach spazierten wir durch die Wüste. Wir liefen zur ersten Sanddüne Richtung Meer, danach zu einer weiteren und konnten dann das Meer sehen. Es war ein herrliches Gefühl ganz alleine in dieser Oase. Nachdem wir die Schönheit und Besonderheit dieses Ortes genug ausgekostet hatten, fuhren wir weiter zum Strand. Es war etwa 17 Uhr und "low tide" (Ebbe). Am Strand entlang fuhren wir zu unserem Hotel namens Eurong. Man musste darauf achten, keine Salzwasserlachen zu durchfahren (Salzwasserschäden am Auto) und nicht zu schnell über die Abbruchstellen, welche von Flüssen, die ins Meer fliessen verursacht werden, zu fahren. Die Höchstgeschwindigkeit am Strand betrug 80 km/h.
Um 17 Uhr 20 waren wir beim Hotel. Die Rezeption war aber schon seit 20 Minuten geschlossen und so fragten wir im Restaurant nach unserem Zimmer. Der Koch suchte für uns die Rezeptionistin, die uns dann unser Zimmer gab.
Zu Abend assen wir in dem kleinen Snack-Restaurant. Wir bestellten uns je ein Rumpsteak mit Gemüse, Kartoffeln, Salat und Früchte. Wir waren die einzigen, die dort etwas assen und hatten nur Gesellschaft von zwei Dingos, die etwa 10 m von uns entfernt waren. Sie warteten darauf etwas von der Küche zu bekommen.

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37. Tag, Montag den 5. August
Ohne Frühstück verliessen wir Punkt 6 Uhr unser Zimmer. Wir fuhren etwa eine Stunde am Strand entlang bis zum Maheno Wrack, ein Schiff, das bei dieser Insel gestrandet war. Das Wrack lag sehr weit nördlich und war total verrostet bis zur Hälfte im Sand vergraben. Unterwegs mussten wir zweimal grosse Felsen umfahren, was uns kurz ins Landesinnere führte. Dazu kam, dass man nur bei Ebbe am Strand fahren durfte. Nämlich am Morgen von 5 bis 10 Uhr und am Abend von 15 bis 21 Uhr. Da man im Dunkeln auch nicht fahren durfte, beschränkte sich die Zeit auf 6 bis 10 Uhr und 15 bis 18 Uhr.
Nun fuhren wir wieder Richtung Süden, um etwas am Elli Creek-Ufer entlang zu spazieren. Diesen Fluss hatten wir schon beim Hinweg zum Glück ohne grosse Probleme passiert. Das Wasser war überaus klar und man sah bis auf den Grund des Flusses.
Nach einer weiteren Fahrt am Strand bogen wir ab nach Happy Valley. In diesem kleinen Dörfchen kauften wir in einem Shop das Nötigste für den heutigen Tag ein und fuhren weiter zu der Rainbow-Schlucht. Hier gab es eine Rundwanderung, die durch eine Felslandschaft führte, welche aus verschieden farbigem Sandstein bestand. Die Farben gingen von weiss über gelb zu braun.
Nun folgte eine längere Fahrt am Strand bis zum Dilly Village. Dort bogen wir um 9 Uhr 45 ab ins Landesinnere. Auf einer weiteren Sandroute besichtigten wir als erstes den Lake Boomanjin. Dieser Süsswassersee ist der grösste auf der Insel. Er ist umgeben von weissem Sandstrand und Schilf. Der Lake Benaroom, den wir nach einer halben Stunde Fahrt durch den Urwald erreichten, sah ähnlich aus wie der See Boomanjin, nur kleiner. Hier befanden sich keine Leute, weshalb wir uns ans Ufer setzten und die Ruhe genossen.
Beim nächsten See dem Lake Birrabeen assen wir zu Mittag. Auch hier hatte man das Gefühl an einem Karibikstrand zu sein. Das Wasser lud geradezu zum Baden ein. Als um 13 Uhr eine grössere Touristengruppe die Ruhe am See störte, fuhren wir weiter zur Central Station. Weil unsere Fähre erst um 16 Uhr ablegen würde, machten wir noch einen Abstecher zum Pile Valley. Dort hatte es sehr hohe Bäume, welche wir auf einer kleinen Wanderung bestaunen konnten. Danach fuhren wir nach Wanggoolba, dem An -und Ablegeort der Fähre.
Wieder auf dem Festland fuhren wir zum Campingplatz. Nadine stieg in den Hi-Top und wir fuhren mit beiden Autos zur Autovermietung, wobei wir zuerst noch den Suzuki bei einer Tankstelle auftankten. Die Rückgabe des Autos verlief problemlos. Danach fuhren wir zurück zum Campingplatz um das letzte Mal in unserem Auto zu übernachten.
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38. Tag, Dienstag den 6. August
Heute ging es also nach Brisbane. Wir fuhren etwa um 7 Uhr 30 ab und hatten knapp 300 km zu bewältigen. Je näher wir nach Brisbane kamen, desto breiter wurde die Fahrbahn. Die letzten 100 km bestanden aus einer zweispurigen Autobahn in beiden Richtungen, welche aber dann in eine dreispurige überging. Wir waren noch lange nicht im Zentrum von Brisbane, doch säumten schon viele Geschäfte, Tankstellen, Shoppingläden und Schnellimbissbuden die Strassen. Der Verkehr nahm langsam zu, die Häuser wurden zahlreicher und grösser. Da waren wir nun mitten in einer riesigen Stadt und mussten die Brits-Autovermietung finden. Wir hatten zwar die Adresse, doch nur einen sehr groben und unvollständigen Stadtplan. Wir kurvten in den Strassen von Brisbane herum und suchten Brits. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir von der Sucherei genug und machten bei einem Supermarktzentrum, in dessen Nähe wir gerade waren eine Pause. Es handelte sich um einen riesigen Komplex von sicher über 100 Geschäften. Beim Pizza-Hut assen wir für A$ 4.95 zu Mittag (Pizza, Kroketten, Getränk). Etwa um 14 Uhr machten wir uns dann wieder auf die Suche nach Brits und hatten dann endlich die richtige Strasse gefunden. Jetzt müssen wir dieser ja nur noch entlang fahren bis zur entsprechenden Nummer, dachten wir. Doch die Strasse hatte viele Kurven, teilte sich plötzlich und schon waren wir auf einer falschen Strasse. Wir parkierten unseren Camper und machten uns zu Fuss auf die Suche. Dann kam Nadine auf die Idee einen Taxifahrer nach dem Weg zu fragen. Dieser konnte uns die Route gut erklären und wir fanden Brits danach auf Anhieb. Endlich !! Wir parkierten und gingen zu Fuss auf die Suche nach einem Hotel. Recht schnell fanden wir ein gutes Hotel, welches 10 Minuten zu Fuss von der Brits-Autovermietung entfernt war. Wir reservierten ein Zimmer und gingen dann zurück zum Auto. Wir fragten bei Brits, ob wir das Auto hier waschen können. Ein Angestellter verneinte dies aber erklärte uns, dass wir den Camper nur innen reinigen müssen. Darüber waren wir froh und fuhren zum Hotel. Dort luden wir dann alle unsere Sachen aus und brachten sie in unser Zimmer.
Wir konnten das Auto auf einem Parkplatz beim Hotel reinigen. Nach knapp einer Stunde waren wir mit Entladen und Putzen fertig und fuhren zu einer Tankstelle um aufzutanken. Dann fuhren wir zu Brits, um das Auto abzugeben. Wir waren keine Minute zu früh dran, denn es war schon nach 16 Uhr und sie hatten bis 16 Uhr 30 geöffnet. Die Abgabe verlief ohne Probleme und erleichtert gingen wir zum Hotel zurück. Die Frau an der Rezeption war so freundlich für uns die Rückbestätigung unseres Fluges zu erledigen und für uns ein Taxi zu bestellen, das uns morgen zum Flughafen fahren würde.
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39. Tag, Mittwoch den 7. August
Der Reisetag zurück in die Schweiz war nun also gekommen. Pünktlich um 9 Uhr 30 stand unser Taxi bereit. Die Fahrt zum Flughafen dauerte etwa 20 Minuten.
Um 11 Uhr ging unser Flug mit Ansett Australia nach Sydney. Um 12 Uhr 20 landeten wir und wurden danach mit dem Bus zum internationalen Airport gebracht. Bereits um 14 Uhr startete die Boing 747-400 der Malaysia Airlines und nahm Kurs auf Kuala Lumpur.
Während dem Flug wurden wir wie gehabt sehr gut verpflegt und es wurde der Film "Primal Fear" gezeigt. Nach einer Flugzeit von 8.5 Stunden landeten wir um 20 Uhr 30 in Kuala Lumpur. Gute drei Stunden hatten wir Aufenthalt und wir gaben unsere letzten A$ im Duty Free-Shop aus.
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Um 23 Uhr 40 sollte unsere Reise weitergehen nach Zürich. Nachdem wir im Flugzeug unsere Plätze eingenommen hatten, verkündete der Kapitän, dass sich unser Abflug aufgrund des überlasteten Luftraumes um etwa eine Stunde verzögern wird.
Um 0 Uhr 30 war es dann soweit und wir nahmen das letzte Teilstück bis nach Zürich in Angriff. Wir hatten noch fast 13 Stunden Flug vor uns. Mit der Zeit wurde die lange Reise recht anstrengend, denn wir konnten im Flugzeug kaum schlafen. Wir waren froh als wir um etwa 6 Uhr 25 in Kloten landeten.
Beim Zoll wurden wir nicht angehalten, denn es war nur ein Beamter anwesend. Um 7 Uhr 45 ging der Inter-City nach Bern und um etwa 9 Uhr 30 trafen wir in Bern ein.

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