Reisebericht Australien (Cooktown & Daintree)

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Australien 1996 (Cooktown & Daintree)

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Der folgende Reisebericht enthält Auszüge aus dem Tagebuch von Nadine & Christoph Maggi.


20. Tag, Freitag den 19. Juli
Nach einem schmackhaften Joghurt und einem Tee für Nadine und einem Kaffee für Christoph fuhren wir den Bushcamper zu Brits Australia. Der Zufall wollte es, dass dort gerade ein Airportshuttlebus zur Abfahrt bereitstand. Nadine fragte den Chauffeur, ob er sie auch noch mitnehmen könne, wir müssten nur noch das Auto abgeben. Der Chauffeur war so freundlich und wartete. Nachdem wir den Wagen ohne grosse Probleme abgegeben hatten, das "cleaningfee" von Sfr. 120 und die Kopie von der Mastercard zurückerhalten hatten, fuhren wir mit etlichen Stops zum Flughafen. Pro Person mussten wir A$ 9.00 bezahlen, was uns etwas günstiger kam als das Taxi, wir aber oft hielten, um andere Leute einsteigen zu lassen.
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au42_2 Um 12 Uhr 10 rollte das Flugzeug der Ansett Australia mit uns auf die Startbahn. Der Flug dauerte 2 Stunden und 10 Minuten. Wir wurden mit einem leckeren Mittagessen verpflegt. Die Zeitverschiebung betrug in Cairns 30 Minuten und so traffen wir um 14 Uhr 50 Ortszeit ein. Als wir zum Flugzeug ausstiegen, bemerkten wir sofort die feuchte Luft und erfreuten uns an den grünen Palmen.
Als Christoph auf das Gepäck wartete, sah Nadine eine Frau mit einem Schild des Colonial Club Resorts. Weil wir wussten, dass der Transfer zum Hotel im Preis inbegriffen war, fragte Nadine die Frau, ob sie möglicherweise auf uns warte. Dem war so und wir fuhren mit einem kleinen Bus zum Resort. Es war ein nobles Hotel mit drei Swimmingpools, welche von einem tropische Garten umgeben waren. Die Hotelanlage war sehr weitläufig angelegt mit einzelnen einstöckigen Gebäuden. Ein Portier führte uns zu unserem Zimmer und transportierte dabei unser Gepäck auf einem kleinen Wagen. Nachdem wir uns einen Tisch für das Abendessen in einem der zwei Restaurants reserviert hatten, konnten wir endlich wieder einmal eine Dusche nehmen. Im Fernsehen wurden Ausschnitte von den olympischen Spielen in Atlanta gesendet.
Um 19 Uhr 30 assen wir dann von Livemusik begleitet zu Abend. Nadine hatte ein Gericht mit Meeresfrüchten bestellt und Christoph ein Steak mit Pommes frites. Dazu hatten wir noch die Qual der Wahl beim Salatbuffet.
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21. Tag, Samstag den 20. Juli
Um 6 Uhr 45 nahmen wir ein teures ( A$ 11.00 ) aber äusserst vielseitiges Frühstück ein. Es war ein Buffet, bei dem man allerlei Gutes, wie Früchte, verschiedene Brote, Müesli und anderes zur Auswahl hatte. Kurz nach 7 Uhr stiegen wir dann in einen Bus, der uns nach Port Douglas brachte, wo unsere zweitägige Tour, welche wir schon in der Schweiz gebucht hatten, beginnen sollte. In einem 4WD-Truck fuhren wir dann mit zwei älteren australischen Ehepaaren und unserem Tourguide Henry in Richtung Cooktown. Unser Weg führte uns auf dem Mulligen Outback Highway aus dem Regenwaldgebiet heraus in die Savanne.
Nach etwa einer Stunde machten wir einen kurzen Halt und unser Führer gab uns in einem Plastikbecher etwas kaltes Wasser. Wir fuhren weiter und nach einer längeren Fahrzeit erreichten wir etwa um 12 Uhr 30 das Palm River Roadhouse. Hier gab es Tee, Kaffee und süssen Kokoskuchen. Zu bewundern gab es ebenfalls ein kleines Museum, in dem Sachen aus der Zeit des Goldrausches zu sehen waren.
Danach ging es weiter nach Cooktown. Die Strassen waren grösstenteils geteert und Henry konnte uns in Ruhe mit einem Mikrophon, das er am Kopf trug, über verschiedene interessante Dinge informieren.
Um 14 Uhr erreichten wir ein niedliches Gesthouse, das unter anderem auch ein Restaurant hatte. Hier assen wir einen Salat und etwas "Chili con carne" zu Mittag, was vorzüglich schmeckte. Nebst einer Art-Gallery gab es hier auch eine Schmetterlings- und eine Vogelzucht, die man sich anschauen konnte. Danach fuhren wir zum Hotel River of Gold, wo wir unser Zimmer beziehen konnten. Nun hatten wir Zeit uns das in der Nähe gelegene Cook-Museum anzuschauen. Das Museum befand sich in einem Haus, das von der Bauart her noch aus früheren Zeiten stammt. Es ist ursprünglich ein Kloster gewesen und diente nun als Museum, das die Geschichte des Dorfes und den Lebenslauf von Captain James Cook schildert.
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Dieser hatte 1770 für 48 Tage beim Endeavour River, der sich neben Cooktown befindet, mit seiner Crew gecampt als er auf der Entdeckungsreise von Australien war. Übrigens hiess das Schiff, mit dem er reiste Endeavour. Wir spazierten nach der Besichtigung zum Hafen hinunter, denn dort erwartete uns ein Schiff ( Boot mit 24 Plätzen ), das uns auf eine halbstündige Tour auf dem Fluss mitnahm. Nach unserem Ermessen war dieser Trip völlig überflüssig, da wir erstens von dem Geschwätz des Bootsführers überhaupt nichts verstanden und zweitens weder Tiere noch sonst irgend etwas Interessantes sahen.
Nun fuhr uns Henry noch den Grassy Hill hinauf, auf dem ein alter Leuchtturm steht, der immer noch in Betrieb ist. Von hier hatte man in alle Richtungen eine sehr weitreichende Aussicht. Wieder in Cooktown hatten wir kurz Zeit uns im Zimmer auszuruhen und wieder etwas von der Olympiade im Fernsehen mitzubekommen. Um 19 Uhr gab es im Restaurant des Hotels ein leckeres Abendessen.

22. Tag, Montag den 21. Juli
Das Morgenessen wurde uns, wie am gestrigen Abend bestellt, um 7 Uhr 45 aufs Zimmer geliefert. Henry hatte uns erzählt, dass dies nur hier in Cooktown üblich sei. Am Vortag hatten wir einen Zettel mit unseren Wünschen fürs Frühstück ausgefüllt und heute Morgen wurde es uns durch eine Luke, die wie ein Wandschränkchen aussah, ins Zimmer geschoben. Wir konnten so gemütlich im Bett essen.
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Um 8 Uhr 30 ging unsere Tour weiter und zwar auf dem "Bloomfield Track" durch den Urwald. Diese Strasse war nicht geteert und hatte viele Unebenheiten, die uns meistens vom Sitz abhoben. Nach verschiedenen Stops, wie bei den Black Mountains, die aus unzähligen schwarzen riesigen Steinen bestanden und Aussichtspunkten auf das Meer, erreichten wir den Bloomfield-River mit seinem Wasserfall. Dort begegneten wir noch einem Eingeborenen, der mit einem Holzspeer einen Fisch gefangen hatte. Als nächstes machten wir Halt bei einer Süsswasserlagune mitten im Urwald. Dort gab es ein von Henry mitgebrachtes Picknick zum Essen. Wieder im Truck fuhren wir zum Cape Tribulation, was recht lange dauerte, da die Strasse schlecht befahrbar war und das Tempo deshalb zuweilen sehr verlangsamt werden musste. Um 14 Uhr hatten wir es geschafft und sahen endlich das Meer vor uns. Nach einer kurzen Wanderung durch den an der Küste gelegenen Regenwald, stürzten wir uns in die Badekleider und genossen das warme Meerwasser. Man konnte 80 m ins offenen Meer hinausgehen ( knietief ), bis es tiefer wurde.
Als wir wieder weiterfahren wollten, waren sehr viele Leute angekommen und jemand hatte seinen Wagen hinter unseren Truck parkiert, so dass wir nicht abfahren konnten. Es dauerte etwa 10 Minuten bis Henry den Fahrer gefunden hatte und wir dann weiterfahren konnten. Wir machten noch eine Rast bei einem Teehaus im Urwald des Daintree-Gebiets. Dort wurde uns Tee, Kaffee und Kuchen serviert. Wir kauften noch etwas Tee (Daintree-Rainforest-Tee), welcher von der vorort liegenden Plantage stammte. Danach fuhren wir weiter zurück nach Port Douglas, wo wir uns von Henry verabschiedeten. Wir mussten noch ein wenig warten bis wir dann vom sympathischen Chauffeur, welcher uns schon am Vortag herbrachte wieder nach Cairns zurückgefahren wurden.

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23. Tag, Montag den 22. Juli
Heute Morgen standen wir um 7 Uhr auf und gingen dann eine halbe Stunde später zu Fuss los zu Brits. Wir hatten noch nicht gefrühstückt, denn wir wollten zuerst unser Auto abholen. Brits öffnete um 8 Uhr und wir waren um 8 Uhr 5 dort. Zu spät !! Es waren nur zwei Herren von Brits anwesend und beide waren bereits mit Kundschaft beschäftigt. Wir bekamen ein Formular zum Durchlesen und warteten. Wir warteten und warteten.............................. und warteten. Bis um 10 Uhr gab es im Hotel Frühstück, auf welches wir eigentlich nicht verzichten wollten und zudem mussten wir bis 10 Uhr unser Zimmer abgeben. Um 9 Uhr hielt es Nadine nicht mehr aus. Sie sagte zu einem Britsangestellten, dass wir um 10 Uhr unser Zimmer abgeben müssen und fragte ob es nicht etwas schneller ginge, damit wir endlich unser Auto bekämen. Zur Antwort bekamen wir, es ginge nicht schneller. Nadine durfte mit unserem Hotel telefonieren und sagte, dass wir nicht um 10 Uhr auschecken können. Eine Dame an der Rezeption sagte, das sei in Ordnung.
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Endlich war es soweit, um 9 Uhr 20 ( nach einer Wartezeit von 1 Stunde und 15 Minuten ) waren wir an der Reihe. Nachdem die notwendigen Formalitäten erledigt waren, wurde uns das Auto ( Toyota Hi-Top ) gezeigt und erklärt. Zu bemerken wäre da noch folgendes : Bei der Miete des Bushcampers hatten wir ein Kärtchen bekommen, mit welchem man bei einer späteren Miete bei Brits günstigere Konditionen haben würde. Wir zeigten das Kärtchen und mussten darauf nur die Hälfte ( A$ 45 ) des "cleaningfees" bezahlen, wobei wir aber bei der Rückgabe des Autos A$ 90 erhalten werden. So kommen wir also in den Genuss eines sogenannten Superdiscounts von A$45. Zu unrecht, denn die beiden Mieten (Bushcamper und Hi-Top ) gelten als eine Miete. Addiert man alle Miettage ergiebt dies 35 Tage, gerade soviel wie nötig ist um den billigeren Tarif zu erhalten. Vielleicht wird Brits dies ja noch bemerken. Um 10 Uhr 05 waren wir beim Hotel zurück. Das Frühstücksbuffet war bereits beendet und so mussten wir heute also ohne Frühstück auskommen. Nachdem wir all unser Gepäck ins Auto geladen hatten, gingen wir zur Rezeption um auszuchecken.

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